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RSL Erste Herren vs. SG LVB II  0:1
28.10.2007 Sportpark Dölitz
Die verflixte 95. Minute!

Das Connewitzer Kiezderby zwischen den Sternen und den Straßenbahnern gab’s am heutigen Tage gleich in doppelter Ausführung. Doch während die RSLadies ihr Erfolgsticket aus der bisher sieglosen Krise lösten (2:1), geht’s bei der Ersten vorerst weiter bergab. Gegen kompakt stehende LVBer verlor man mit 0:1.

Paul zieht ab...
Das Spiel machte von Anbeginn in Sachen Schlechtigkeit dem Dölitzer Geläuf Konkurrenz. Spielszenen die das Prädikat „Kombinationsfußball“ verdienen, waren daher heute hüben wie drüben Mangelware und die bei schönem Oktoberwetter zahlreich erschienenen Besucher durften ein von Kampf und Krampf durchsetztes Spiel bewundern. Schließlich ließen sich noch kurz vor Pausenpfiff zwei gute RSL Chancen verzeichnen. Bei der ersten ließ Paul Kroneck aus halbrechter Position seine Klasse aufblitzen. Ballannahme, Drehung, Schuss. Schulbuchmäßig möchte man meinen – so leider auch die Glanzparade des heute sehr gut aufgelegten LVB-Hüters! Bei Großchance Nummer Zwei köpfte Peter eine Ecke gegen die Unterlatte. Auch hier sollen die Fingerspitzen des eben Erwähnten im Spiel gewesen sein. Pausenpfiff.

...doch der Hüter pariert!
In den nun kommenden zweiten 45 Minuten wollte man einiges besser machen und fortan bestimmte nur noch ein Team das Geschehen im Dölitzer Rund. Viel Zählbares – wir nehmen es vorweg – sollte dabei nicht heraus kommen. LVB rührte hinten schön dickflüssigen Beton an und setzte auf Konterfußball. Schließlich doch das 1:0 der Sterne. Freistoss. Der Ball kommt herrlich in den Fünfmeterraum geflattert. Peter samt Hüter steigen hoch, der LVB-Schlussmann fasst daneben und Peter schiebt die Kugel rein. Einzig der Linienrichter will wohl irgendwas gesehen haben und hebt sein Fähnchen. Egal weiter geht’s. Der RSL drückt, erkämpft sich Chancen doch scheitert ein ums andere mal am Mann mit der Nummer Eins auf dem Rücken. Irgendwann zeigt der Referee dann 5 Minuten Nachspielzeit an und das Drama nimmt seinen scheinbar vorgefertigten, tragischen Verlauf! Der RSL will nun unbedingt den Dreier, und wirft alles nach vorne … und wird ausgekontert. In der sage und schreibe letzten Minute der Nachspielzeit kassiert man das 0:1 und geht mit leeren Händen nach Hause. So bitter kann Fußball sein.

Der RSL sucht weiter nach Konstanz. Und immer wieder sind es die vermeintlichen „Kleinen“ aus dem Tabellenkeller, die unseren Sternen ein Bein stellen. Der Anschluss zur Spitze scheint vorerst in weite Ferne gerückt und die Sternenflotte ums Trainerduo Knopf/Scheffler wird sich Gedanken machen müssen, um den Kontakt nach Oben wieder herzustellen.

Kommenden Mittwoch heißt es aber erstmal „Showdown im Leipziger Stadtpokal“. Zu Gast: die Zweite Mannschaft von Rotation 1950.