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![]() 2. Kreisklasse, Staffel 2 - Saison 00/01 |
11. Spieltag
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Unsere Sterne hatten am gestrigen
Sonntag die ehrenvolle Aufgabe erhalten, als Beschäftigungstherapie für
eine Horde mistgabelschwingender Holzhackerbauer aus Großpösna herzuhalten.
Da diese ihren Heimatplatz bereits durch dilletantische Ansätze beim versuchten
Foulspiel derart umgepflügt haben, daß ein geregelter Spielbetrieb
schier unmöglich gemacht wurde, musste zum lustigen Spiel „Der Bauer tritt
den Stern“ auf den störmthaler Rübenacker ausgewichen werde. Dass
dieser von einer zum Teil knöcheltiefen Laubschicht bedeckt wurde, war
auch kein Grund, das Spiel nicht stattfinden zu lassen – löblich, löblich,
Herr Schiedsrichter. Das Wüste Gehacke konnte alsbald beginnen, die lila-rot-gelb-blau-weiß
gewandeten Pösnaer rannten dann auch sofort direkt auf die Beine unserer
geschätzten Sterne mit dem Ziel, die meisten zügig spielunfähig
zu kicken. Doch sie konnten sich benehmen wie die Axt im Walde, den Spielfluss
der Roten störte das nicht, sodass es zur Pause bereits 2:0 durch ein Abstaubertor
sowie ein richtig schönes durch jeweils den Herrn Bauer stand, der es einmal
mehr als offensiver Mittelfeldmann verstand, die richtigen Glanzpunkte in einer
sonst stark vom Kampf geprägten ersten Spielhälfte zu setzen.
Nach dem Pausentee, der erneut in Form von kaltem Mineralwasser (brrr!!!) gereicht wurde, begannen die Mannen um Kapitän Ferdi mit einen Paukenschlag. Der erstmals erst zur Pause gebrachte Superstar Strotze (es könnte auch Spieler Bauer gewesen sein, ich weiß es nicht mehr, das Bier war billig) hatte sich prima durch die pösnaer Abwehr gewurstelt, trifft aber nur die Latte, doch zum Glück gibt es Engel. Einer davon, nämlich unser harter, kommt zum Nachschuss und schon zappelt der Ball quietschvergnügt zum 3:0 in den Maschen. Jetzt sollte der Willen der Dörfler doch wohl gebrochen sein – doch denkste, sie bäumten sich noch einmal auf, wehrten sich nach Leibeskräften (teils sehr mächtige Leiber) gegen die drohende Niederlage. Den Zuschauern bot sich dadurch aber mal wieder ein vertrautes Bild: Hüter Biene steht zu weit vor den Kasten, als der Bauer angerannt kommt, grinst und lässt sich mühelos zum 3:1 überlupfen – DANKE BIENE – mittlerweile weiß das wirklich jeder Gegner. Dass der Ball zu dem Zeitpunkt nicht im berühmten Dölitzer Kreisel rotierte, lag auch an Abstimmungsproblemen in der Abwehr, die auf der rechten Seite aus den übernächtigten Adam und Nosen bestand und den Gegner davonziehen ließ. Doch dann schlug endlich Strotze wieder zu und markierte nach gelungenen Soli die Treffer 4 und 5 für den Roten Stern an diesem Tag. Matjes legte noch einen drauf, machte das halbe Dutzend voll und schickte die Großpösnaer gedemütigt auf ihr Dorf zurück. Nach dem Spiel befragt, antwortete er nur: „Nüchtern hätten wir hier zwanzig geschossen“. Der bei den Zuschauern auf Unverständnis gestoßene Verzicht auf den Publikumsliebling Strotze kommentierte Interimstrainer Fett mit den Worten: „Strotze war nicht frei im Kopf, brauchte mal ne Denkpause. Aber er hat seine Chance noch bekommen und eiskalt genutzt. Das will ich immer so sehen, auch wieder über 90 Minuten.“ Der Star selbst äußerte sich gewohnt