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Stern Roter Stern
SSV Stötteritz vs. RSL Zweite Herren  0:0
5.5.2018 Oststraße 177, 04299 Leipzig

Des Machers Meisterstück.
„Wer sich am Samstag auf dem Weg ins Südoststadion machte um dem Spitzenspiel der 1. Kreisklasse SSV Stötteritz – Roter Stern Leipzig 99 II beizuwohnen, weil er sich ein spannendes Fußballspiel versprach wurde arg enttäuscht. In einem chancenarmen Fußballspiel hielten sich die Gäste konsequent an Ihre taktische Marschroute und den Stötteritzern fiel nicht viel ein um das Spiel auf Ihre Seite zu ziehen. Kein Zugriff im Mittelfeld, haarstreubende technische Fehler, unkonzentriertes Passspiel - kurzum Stötteritz konnte in keinster Weise fußballerisch überzeugen.“
Dem Spielbericht der SSV’ler wäre eigentlich nicht viel hinzuzufügen, würde das taktische Meisterwerk der Macher ebenso gewürdigt werden, wie die beschriebene desolate Leistung der Heimelf.
Die Vorbereitung für eine erfolgreiche Umsetzung dieser taktischen Marschroute beginnt selbstverständlich bereits weit im Vorfeld der Partie. So wurden entscheidende Verfolgerduelle souverän gewonnen und auch den tapferen Wackern dieses Mal nur 1 von 3 Punkten überlassen. Neben diesem psychologischen Aufwind, den ML13 wöchentlich im Fupa-Powerranking ablesen kann, wussten die Macher auch in der Kaderzusammenstellung wiedermal zu überzeugen. Es wurden vereinzelte Hilferufe in den sozialen Medien verzeichnet, Telefonleitungen liefen heiß, der Stördienst der Telekom war im Dauereinsatz. Vorabendliche Kneipenrundgänge im Kiez zur physischen Reaktivierung bestehender Passleichen konnten beobachtet werden. Dieser Einsatz sollte belohnt werden. Überraschenderweise trieb sich der linke Flügelflitzel Prof. Peilfuß nicht wie erwartet im Amphetamin-Rausch auf den Festivitäten der Stadt rum. Außerdem absolvierte Ayad das gefühlt 5 Spiel in 14 Tagen für den Stern, sodass der befürchtete Ü35-Schnitt knapp verfehlt werden konnte. Die Strategie auf die herbeibeschworenen schnellen und dynamischen Angreifer mit einer Mischung aus Alter und Dicker Herren zu reagieren, überraschte die am Fischladen eintrudelnden Auserwählten. Dass in der Kabine die Taktiktafel aus Leistenbergers Kommandozentrale ihre Premiere feierte, beschreibt die Ausgangslage optimal. Während der anwesende Macher beim morgendlichen Blick in die Zauberkugel des Gegners Aufstellung erschien, suchte die Startelf die ersten 20 Minuten verzweifelt nach dem bälleverteilenden Hühnenstürmer. Diese Verwirrung führte unweigerlich zu zwei berechtigten Elfmetern für den SSV. Im ersten Falle buxiert Meister Meißner gekonnt mit der Rückhand den Ball über den zum Einköpfen-bereitstehende Stürmer, wohl wissend ob der Abschlussschwäche der Stötteritzer vom Punkt. Jons lässt sich wie geplant gekonnt anschießen - da hat die RSL-Scouting-Abteilung wiedermal ihr Können bewiesen. Dass Yasin sich zum Zeitpunkt der Ausführung gefühlt im 5-Meter-Raum befand, wurde von der Heimelf lautstark zur Kenntnis genommen, hatte aber keine Konsequenzen. El Keglo – offenbar mit dem Plan diese Schwäche des Gegners ebenfalls auszunutzen – stellte kurze Zeit später seine Fähigkeit im Abräumen unter Beweis. Schiri Mentzel sichtlich beeindruckt, ließ zunächst weiterspielen, wartete dann vergeblich auf ein Zeichen aus Köln. Abgesehen von ein paar Halbchancen, konzentrierten sich die Sterne mit zunehmender Spielzeit auf lange Bälle hinten raus und Einzelaktionen. Das Spiel nahm somit seinen unvermeidlichen Verlauf. Mit rund 10% Ballbesitz ließen die Sterne ihre Gegner im letzten Drittel verzweifeln, standen tief und beobachteten das beschriebene Stötteritzer Unvermögen. Hervorzuheben sei an dieser Stelle noch eine Rettungstat vom ewig-zweitklassigen Mister Langholz Frank W., der mit seiner Einlage in der 60. Minute nicht nur das mögliche Gegentor im 16er verhinderte, sondern gleichzeitig den Saisonrekord in der Kategorie „Frühzeitigster Krampf“ aufstellte. So gelang es schlussendlich der Connewitzer „Rumpfelf“ die Torquote des Ligaprimus‘ von 4,75 im zweiten Aufeinandertreffen auf 0,5 zu egalisieren. Am kommenden Samstag kommt es nun nach dem Spitzenspiel zum sogenannten Schlüsselspiel. Ob die Sterne ebendiesen Schlüssel aus dem Elsterflutbecken fischen können oder man sich doch lieber ein Aufstiegsendspiel in Großpösna zurechtlegt, erfahren wir dann zeitgleich mit dem besiegelten Abstieg der Vorstadt-Rauten aus dem Fußballoberhaus.