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Stern Roter Stern
TSV 1862 Schildau vs. RSL Erste Herren  0:1
12.5.2010 TSV Sportplatz, Kurzwalder Str. 3
Fetti machts Siegtor! - Polizeieinsatz gegen Neo-Nazis.

An diesem Mittwoch Abend ging es für Roter Stern zum Auswärtsspiel beim Abstiegskandidaten TSV Schildau. Es entwickelte sich von Anfang an das erwartete Spiel, RSL mit einer deutlichen Feldüberlegenheit, die Gastgeber hinten drin stehend mit der Hoffnung auf den lieben Fußballgott. Und die Sterne taten sich in dieser Partie sehr schwer. Die Mannschaft versuchte das Spiel breit und mit direkten Kombinationen schnell zu machen, der Schildauer Abwehrriegel ließ sich aber kaum einmal knacken.

In der ersten Hälfte konnte der TSV Schildau sogar ein Chancenplus verbuchen. Ein Verlegenheitsschuss aus 30 Metern senkte sich gefährlich aufs Tor (11.), und richtig gefährlich wurde es, als ein Spieler nach einem Freistoß aus Kurzdistanz drüber schoss (33.). Unser Schlussmann Chris Kohn parierte des weiteren einen Schuss aus vielleicht 13 Metern sicher (35.). Die Sterne brachten nur einige Standards gefährlich vors Tor, ohne das eine echte Gelegenheit heraussprang, und bissen sich ansonsten trotz aller Bemühungen die Zähne am Schildauer Bollwerk aus.

In HZ 2 verbuchten die Gastgeber eine Ecke, die direkt getreten von oben die Latte striff (55.). Die erste echte Torchance für die Sterne entstand nach einer schönen Kombination, als der Ball auf Sebastian Heyn in den 16er durchgesteckt wurde – Heino umkurvte seinen Gegenspieler und schoss sehr aussichtsreich leider nur den Torwart ab (59.). Bei den Sternen brachten die eingewechselten Kroneck und Salazar etwas frischen Wind. Und Mario war es auch, der die spielentscheidende Situation einleitete. Im Strafraum ging er energisch auf den Ball und wurde von einem Schildauer gefoult. Den fälligen Elfmeter verwandelte Kapitän Daniel Fett souverän zum vielbejubelten 0-1 für die Sterne (77.). Der Schildauer Spieler hatte für das Foul an Mario auch noch Gelbrot gesehen, so dass man nun die Führung eigentlich locker über die Bühne bringen musste. Kurz darauf vergab Johannes Rohrbach eine gute Gelegenheit zur Entscheidung und schoss aus 20 Metern knapp übers Tor (82.). Ein Schildauer Spieler ließ sich dann im Mittelfeld zu einem Frustfoul hinreißen und sah glatt Rot (84.). Neun Schildauer hatten tatsächlich noch eine Chance zum Ausgleich, nach einem Freistoß segelte der Kopfball knapp am langen Zapfen vorbei. Am Ende ein zwischendurch nicht mehr erwarteter „schmutziger“ Auswärtsarbeitssieg für Roter Stern.

Kurz nach Spielbeginn waren rund 60 Nazis aufgelaufen und hatten sich gegenüber dem RSL-Fanblock auf der anderen Spielfeldseite postiert. Dass sich unsere Spieler während des Spieles menschenverachtende Beleidigungen anhören mussten, überrascht da natürlich nicht. Nach Spielende wollten einige der Nazis aufs Spielfeld, was einen Einsatz der Polizei zur Folge hatte. Mehrere Nazis wurden abgeführt.
manager