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RSL F1-Jugend vs. SV Liebertwolkwitz  0:5
6.6.2010 Sportpark Dölitz

Nun ist es geschafft. Das letzte Spiel der Saison ist vorbei. Wie in den letzten vier, fünf Spielen, so konnten die Sterne auch heute nur in Minimalbesetzung auflaufen. Wieder musste ein Spieler der F2 aushelfen, damit die Sterne wenigstens zu acht auflaufen konnten. Gegen den zweiten der Staffel fiel das Ergebnis so aus, wie es eigentlich alle erwartet hatten. Doch was soll’s. Lassen wir die Saison noch mal kurz durchlaufen.


Die erste Saison nach dem Aufstieg in die 1. Kreisklasse ist zu Ende.
Nach dem Aufstieg wurde von manchem prophezeit (wenn ich den erwische :-), dass die Truppe kein Spiel gewinnen wird, da die Hälfte der Aufstiegsmannschaft in die E-Jugend gewechselt ist. Die ersten zwei Heimspiel ginge dann auch mit 1:2 verloren. Doch bereits im ersten Auswärtsspiel gewannen die Sterne mit 8:0. An dem Tag hatten die Trainer das Problem, dass der geplante Torhüter wieder nicht da war, und der Ersatz aus dem ersten Spiel nicht mehr zwischen die Pfosten wollte. Jaro meldete sich freiwillig und ist seit dem der Stammtorhüter der Mannschaft. Aus der F2 war an dem Tag auch Ilja zu ersten Mal dabei (trotz Verletzung). Auch er gehörte seither zur Stammelf.

Henne macht sich Taktikgedanken

Nach zwei weiteren Niederlagen, drehten die Sterne auf.

Es begann mit dem Spiel der drei Rekorde (eventuell müssen die Statistiker des Vereins korrigieren) Der 19.09.2009 wird als dieser denkwürdige Tag in die Statistik des Vereins eingehen. Die Zuschauer hatten es sich noch nicht richtig bequem gemacht, da stand es nach zehn Sekunden schon 1:0 für die Sterne – obwohl die Gegner Anstoß hatten, auch der Schiri stand noch am Anstoßpunkt. Tor durch Philipp. Bis zur Pause klingelte es noch drei Mal beim Gegner im Tor – alle Tore wieder durch Philipp. Nach der Pause ging es munter weiter. Die nächsten drei Tore schoss wieder Philipp. Somit hatte er zwei Hattricks in einem Spiel und sieben Tore hintereinander geschossen. Nach drei weiteren Toren verließen die Gegner regelrecht rasiert den Platz.


Dieser Sieg verlieh den Sternen scheinbar Flügel. Insgesamt gewannen sie nun fünf Punktspiele hintereinander. Somit standen sie am Ende der Hinrunde auf dem dritten Tabellenplatz. Sie widerlegten eindrucksvoll alle Prophezeiungen. Auch im Pokal schafften sie es als erstes Nachwuchsteam der Roten Sterne sogar in die dritte Runde (Achtelfinale) des Pokals.

Pokalfeier

Ein weiteres, für alle anwesenden, unvergessliches Spiel fand am 15.11.2009 bei Eintracht Süd statt. Auf extrem morastigem Boden mussten die Sterne zum Punktspiel antreten. Der Boden war so schlammig, dass die Kleinen regelrechte Schlammpakete unter ihren Schuhen mit sich schleppten. Der Ball blieb auf dem Schlamm dort liegen, wo er landete.
Nach zwei Minuten ein Schock für die Mannschaft, als unser Torhüter Jaro verletzungsbedingt das Spiel beenden musste. Juri, einer der Kleinsten, streifte sich Handschuhe und Torwarttrikot über und vertrat Jaro bravourös.
Nach extrem Kräfte zehrenden 40 Minuten hatten die Sterne einen 2:0 Sieg erkämpft – von Spiel konnte auf dem Platz nicht die Rede sein. Völlig entkräftet ließen sich einige mit dem Schlusspfiff in den Matsch fallen.

verdiente Pause

Nach der eigentlichen Winterpause prägten Spielabsagen die Wochenenden der Sterne. So auch am 07.03.2010, als alle Plätze schon am Vortag gesperrt wurden, nur der nicht, auf dem die F1 Sonntag früh spielen sollte. Trotz ca. 15 cm Neuschnee in der Nacht, mussten die Kleinen zum Spiel anreisen, wohl wissend, dass es abgesagt wird. Bis kurz vor Spielbeginn waren gerade sechs Spieler anwesend. Der Gästetrainer (wohl noch alte Kaderschmieder aus der KJS) witterte seine Chance hier drei Punkte mitzunehmen und verlangte vom Schiri zu prüfen, trotz inzwischen abgesagter Partie, ob wir eventuell nicht die erforderliche Spielstärke haben. So mussten die kleinen Sterne zur Pass- und Gesichtskontrolle antreten. Sie fanden das echt witzig und machten alle ein grinsendes Gesicht. Der Gästetrainer schaute dann nicht ganz intelligent aus der Wäsche als feststand, dass wir die erforderliche Spielstärke hatten.

In der zweiten Halbserie fehlten dann (meist verletzungsbedingt) immer wieder Spieler, so dass die Mannschaft oft ohne Auswechselspieler antreten musste – einmal sogar in Unterzahl. So reichte es am Ende „nur“ zum siebten Platz. Wer hätte das vor der Saison gedacht. Die Mannschaft hat allen Grund stolz zu sein. Trotz mancher Rückschläge, hat sie sich nie aufgegeben. Bei Niederlagen wurden sie von den Trainern auch nicht ausgeschimpft, geschweige denn bestraft. Nein, die Spieler wurden immer an ihre Stärken erinnert.

So auch im letzen Spiel, als man zur Pause schier uneinholbar mit 0:3 hinten lag und am Ende ein mehr als verdientes 3:3 schaffte.

Was bleibt noch von der Saison:
(insgesamt: 22 Punktspiele, 3 Pokalspiele; Tore und Teilnahme immer aus Pokal- u. Punktspielen zusammengefasst)



Impressionen
Jaro, der sich beim Spiel gegen Rotation mit Schmetterlingen und Käfern beschäftigte, und der im Hinspiel gegen Panitzsch dafür sorgte, dass die Sterne nicht höher verloren war in 23 Spielen (meistens im Tor) dabei. Als Neun-Meter-Töter bleibt er vielen gegnerischen Spielern in Erinnerung.


Richard, der in 24 Spielen als sattelfester Libero seine Abwehr immer in Position hielt, und mit seinen Dribblings oft die Gegner durcheinander brachte – drei Tore versüßten ihm seine Anstrengungen. Sehr gut bleibt in der zweiten Halbserie sein ständiger Positionswechsel mit Philipp während der Spiele in Erinnerung.


Malte, der manchmal träumend und tanzend auf der rechten Abwehrseite seinen Gegner erwartete und in der zweiten Hälfte des Hinspieles gegen Wolks sein bestes Spiel machte. Er lies den Gegner einfach nicht mehr zum Schuss kommen. Auch er konnte sich in 22 Spielen immerhin 1,5 Mal als Torschütze feiern lassen (ein Eigentor der Gegner kann man ihm gutschreiben).


Levi, der in 18 Spielen eigentlich als linker Verteidiger die Gegner am Durchkommen zu Jaros Kiste hindern sollte, gelange es vor allem gegen Brehmer und gegen MoGoNo auch im Mittelfeld und Sturm gekonnte Akzente zu setzten. Da wuchs er scheinbar über sich hinaus. Auch er konnte sich vier Mal in die Torschützenliste eintragen.


Torwart getunnelt
Cornelius, der in 16 Spielen nicht nur mit den Gegnern, sondern auch mit seinen Haaren kämpfen musste, merkte man an, dass er erst das erste Jahr Fußball spielt. Doch mit seinem schlauen Spiel war er oft ein guter Teil des Sturmes und ab und zu der Verteidigung. Auch er konnte sich über zwei geschossene Tore freuen.


Juri, der von allen Sternen die körperbetonteste Spielweise hat und mit seinen weiten Einwürfen seine Mitspieler immer gut in Position brachte, war mit seinen schnellen Sprints unverzichtbar für die Mannschaft. Mit 11 Toren rangiert er am Ende der Saison auf dem dritten Platz der internen Torschützenliste.


Malik, der genau wie Cornelius das erste Jahr zur Mannschaft gehörte, schaffte es mit seinem Willen bis zum Ende der Hinrunde seine Leistung an das Niveau der Mannschaft heranzubringen. Eine lange Verletzung führte dazu, dass er nur in 11 Spielen mitmachen konnte.


Ilja, der von der F2 zur ersten Mannschaft gestoßen war, hatte vor allem in der ersten Halbserie mit seinen Toren dafür gesorgt, dass die Truppe zwischenzeitlich den dritten Platz erreichte. Insgesamt konnte er sich in 20 Spielen immerhin acht Mal in die Torschützenliste eintragen, leider klappte es mit dem Tore schießen in der Rückrunde nicht mehr so gut.


Pepe, der, auch in seinem ersten Jahr, wie kein anderer über seine schönen Tore jubeln konnte, und in 22 Spielen 13 mal (Platz zwei in der internen Torschützenliste) die Gelegenheit dazu nutze, nachdem er mal wieder goldrichtig stand, nach einem seiner Tore mit ausgebreiteten Armen, wie ein Vogel scheinbar schwebend, zu seinen Mitspielern lief um sich für die Vorlagen zu bedanken.



den Ball bekommst du nicht!
Philipp, der als Spielmacher auf allen Positionen (außer im Tor) zu finden war, der gegen Brehmer die Mannschaft lautstark dirigierte und der Trainerin die Arbeit erleichterte, der mit seinem Antritt und seiner Schusskraft in 24 Spielen die gegnerischen Torhüter 40 mal überwinden konnte, immer nach dem Spiel fragend, ob seine Leistung gut war.


Georg, der als F2-Spieler mit seinen sechs Einsätzen dafür sorgte, dass die Mannschaft teilweise nicht in Unterzahl auflaufen musste. Er vertrat Jaro im Tor nach besten Bemühungen, und vereitelte auch einige Chancen der Gegner.


Weiterer Dank an Noah, Tamino, Jonathan, Antonio, Finnian, Nathaniel, und Giuseppe, die mit ein, bzw. zwei Einsätzen in der F1 aushalfen. Einige von ihnen werden im nächsten Jahr zur Stammelf der F1-Mannschaft zählen.

Ein Dank gebührt auch den Trainern für ihre Arbeit, die viel Freizeit kostet. Dank auch an die Eltern, die die Leidenschaft ihrer Kleinen mit Hingabe unterstützten.


Grüße Euer Spielberichterstatter ThomasK.