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Stern Roter Stern
Rotation 1950 Leipzig II vs. RSL Erste Herren  1:0
4.12.2005 Delitzscher Str.
Der Lack scheint ab!

(Milli) Nach dem Spielabbruch letzten Sonntag, wo eingefühltes 4:3 nicht mehr in die Wertung eingehen konnte, um sich für die Hallenmeisterschaft zu qualifizieren, wollte man sich diesmal beim Angstgegner Rotze Fuffzsch anstrengen, um den Strohhalm zu ergreifen, der bei einem Sieg den RSL unter die ersten Vier gebracht hätte. Und man sah von Anfang an eine gut gelaunte Sterne-Elf, die reziprok zu S***** Gesichtsausdruck aufspielte, als ginge es noch um die Herbstmeisterschaft. Unterstützt von diesmal friedlichen Ultras konnten die Sterne die Fuffziger einschnüren und über ein 5:0 hätten sich die Randeutritzscher nicht beklagen dürfen. Bedanken sollten sie sich beim zweiten Vater im Sturm, der in einem Angriffszug zwischen Welt- und Kreisklasse schwankte, leider letzteres beim Abschluss, das hatte fast Rainer-Niveau.

Das Wetter zeigte sich nachmittags von der guten Seite, wo hätten auch noch Regentropfen herkommen können, es war ja alles im grünen Grund eingesickert. Vorgestern noch Golfstromversiegen, heute früh Wolkentsunamis, punkt 14.00 Uhr Sonnenschein, da kann ein Profi schon mal meschugge werden, so dass die falschen Schuhe ausgepackt werden. Manche schienen mit Hallenschuhen zu spielen, so dass klarste Chancen versemmelt worden. Alleine der Liebling der Brandstraßenhooligans hatte in der zweiten HZ drei Hochkaräter, warum einfach schießen, wenn man es noch mit einer Prise Leutzscher Technik würzen kann, uwe dumm schießt eben manchmal doch keine Tore. Auch unser Quotenhippie konnte nur über das Tor schlenzen, so dass das eintraf, was in jedem Spiel dieser Art scheinbar Gesetz ist. Aus zwei Torchancen macht Rotze ein Tor, typischerweise über Leders Seite, der wohl auch dem Feld dem Männer-Hardcore abgeschworen hat und immer mehr seine Rosa-Komponente einbringt. Als Abwehrspieler ist er aber falsch eingesetzt, da müssen vier Fettis oder Nosens ran.

Aufgrund des ungerechten Spielverlaufs, mussten die Ultras sich anderen Themen neben der Randale und der 3.HZ widmen. Leiden musste der Schnauzer vom Ordnungsdienst, der Rasen auf dem Hang sowie der Freund aller schönen Spieler beim Stern, egal ob A-Jugend, 1. und 2. oder Senioren. Mit einem Spruchband huldigte man dem Trainer Knopfi, der neben den Fans ebenfalls die Schnauze so langsam voll hat, da Disziplin und Trainingsbeteiligung wohl unter aller Kanone sein sollen. Und als Hampelmann an der Seitenlinie will man in diesem Alter noch nicht enden. Deshalb wird es zu Veränderungen kommen, die dem Punkrockdasein mancher in die Jahre gekommenen Spieler ein Ende setzen wird. Die Welt ist kein Wunschkonzert, wer Kultspieler sein will, soll sich bei Lok als Maskottchen in der 88. Minute einwechseln lassen. Die Erste als Aushängeschild des Gesamtvereins sollte sich langsam an eine härtere Gangart gewöhnen, sonst kann man gleich als Marktfrischteam an der Chemiefanliga teilnehmen.

Für alle Leser dieses Artikels folgende Quickinfos: A-Jugend hat nicht verloren, St. Pauli, Chemie und TeBe haben gewonnen. Eigentlich alles im Lot(h), wenn die Erste gewonnen und ELO verloren hätte.